Aufgrund tektonischer Verschiebungen änderten der Sambesi, der Okawango und der Chobe vor einigen Millionen Jahren ihre Fließrichtung und aus einem einst riesigen Binnensee von der Größe des Victoriasees wurde Makgadikgadi – ein „ausgedehntes, lebloses Land“, wie der Name sinngemäßt meint. Heute fließt nur noch der Boteti-River, der längste „Finger“ des Okavango-Delta in diese Richtung. Das heißt, meist fließt er eben nicht. Der 44-jährige Ranger am Parkeingang versichert, das er noch nie zuvor in seinem Leben einen fließenden Boteti gesehen hat. Und doch geschieht heute etwas Magisches: Je näher wir dem Fluss kommen, desto klarer wird, dass der Boteti dank der vielen Regenfälle dieses Jahr doch fließt – und damit ein Paradies für unzählige Tiere erschafft.
Gleichzeitig macht es uns der Boteti unmöglich, einigermaßen sicher auf die andere Seite zu kommen, wo unser Campingplatz ist. Die Fähre nimmt erst heute ihren Betrieb auf und ist nach mehrjährigem Trockenliegen nicht wirklich einsatzbereit. Während wir warten, durchqueren zwei Safari-Autos den Fluss; dass dabei das Wasser von vorne nach hinten durchläuft, ist hier kein Problem. Bei uns würde es Küche, Schlafzimmer und Vorratsräume unter Wasser setzen. Wir verzichten darauf und übernachten innerhalb des Parks in dem nach allen Seiten offenen Khumaga-Camp. Tierbesuch garantiert.







Due to tectonic shifts, the Zambezi, Okavango, and Chobe changed their flow directions millions of years ago, and from a giant inland sea the size of Lake Victoria Makgadikgadi emerged—a „vast, lifeless land,“ as the name roughly implies. Today only the Boteti River, the longest „finger“ of the Okavango Delta, flows in that direction. That means it mostly doesn’t flow. The 44-year-old ranger at the park entrance swears he has never in his life seen a flowing Boteti. And yet today something magical happens: the closer we get to the river, the clearer it becomes that the Boteti, thanks to the plentiful rains this year, does flow—and thus creates a paradise for countless animals.
At the same time the Boteti makes it nearly impossible for us to cross to the other side where our campsite is. The ferry only starts operations today and, after years of drought, is not really ready for use. While we wait, several safari vehicles cross the river; water moving from front to back here is no problem. For us it would flood the kitchen, bedroom and storerooms. We skip it and spend the night inside the park at Khumaga Camp, open on all sides. Wildlife guaranteed.
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