Wasser – dieses Jahr mal zuviel

Aus dem gesamten südlichen und östlichen Afrika, von Südafrika bis Uganda erreichen uns Horrornachrichten über ungewöhnliche Regenfälle mit Erdrutschen, Überschwemmungen und Toten. Aber dazu später sicherlich mehr. Wir kämpfen zunächst mit unseren ganz eigenen Wasserproblemen – made by Toyo:

  1. Während wir noch in Deutschland waren, fiel dem Tourguide unserer Lodge in Livingstone (Sambia) auf, dass Toyo leckt. Dabei hatten wir den Kühler doch erst in Johannesburg austauschen lassen. Jetzt tropfte es aber nicht aus dem Kühler, sonder aus der direkt am Motorblock sitzenden Wasserpumpe. Sie war undicht geworden. Bei einem neuen Auto? Kein Problem. Aber bei einem Toyota Baujahr 1989? In Afrika mit seinen ausgeprägten Netzwerken und der für Mitteleuropäer ungewohnt großen Hilfsbereitschaft ist auch das kein Drama. Eine nagelneue (!) Wasserpumpe für Toyo war schnell organisiert und eingebaut..
  2. Bei unserer Fahrt zum Auftakt-Einkauf in Livingstone, macht Toyo plötzlich schlapp. Motor aus, erst nach kurzer Pause und mehreren Versuchen startet er wieder. Wir verabreden uns mit unserem mobilen Mechaniker Gilbert im Kubu-Café, wo der Fehler schnell gefunden ist: Im Kraftstofffilter ist mehr Wasser als Diesel.. Der im globalen Süden geländegängige Landcruiser kennt das und hat genau dafür eine kleine Pumpe im Motorraum, mit der sich das Wasser manuell rauspumpen lässt (was ich eigentlich hätte wissen können, dank der Aufklärung von Martina). Aber Toyo hat noch ein Rätsel für uns parat:
  3. Auf dem Heimweg bleibt er wieder plötzlich stehen. Genau vor der stationären Kontrollstelle der Straßen-Polizei. Aus dem Motoblock kommen heiße Dampfschwaden. Der Schlauch zwischen Kühler und Motorblock hatte sich gelöst, das Wasser war komplett ausgelaufen. Glück im Unglück: Die Polizisten waren nicht nur freundlich, sondern auch technisch bewandert. Wir füllen Wasser nach. Und genauso schnell läuft es unten wieder raus. Mit einer Schlauchschelle aus unserem Werkzeugkasten schafften wir es, die Verbindung stabil wiederherzustellen. Daumen drücken, dass es hält!

Was ein gemütlicher Urlaubstag am Sambesi – der ungewöhnlich viel Wasser führt, ca 50 Meter breiter und 2 Meter höher ist, als normal – hätte werden sollen, endet nach drei Stunden mit einer freundschaftlichen Verabschiedung von drei Polizisten, die hier eine Woche nonstop Dienst schieben, einer Fahrt durch die stockdunkle Nacht mit unbeleuchteten Radfahrern, unvermittelt Schlaglöchern ausweichenden LKWs und Boerewors aus der Pfanne statt vom Grill. Und wieder keine Zeit für GnT! Was für ein Urlaubsauftakt!

Die defekte Wasserpumpe – die Roststellen weisen auf die undichte Stelle hin
Der morgendliche Check zum Reiseauftakt lies nicht erahnen, was heute noch passieren würde
Zwischen der Pflicht zur Straßenkontrolle und der Hilfsbereitschaft für zwei Deutsche mit ihremdampfenden Toyo
Ob sich wohl auch ein deutscher Polizist unter das Auto eines afrikanischen Touristen legen würden?

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