Nur wenige Kilometer oberhalb der majestätischen Victoria-Fälle verbinden sich feinste Kochkunst mit einem seltenen Naturerlebnis: Das Elephant Café. Hier hat eine ungewöhnliche Herde afrikanischer Elefanten Schutz gefunden, eine bunt zusammengewürfelte „Patchwork-Familie“ aus spielerischen Jungtieren, einer ehrwürdigen Matriarchin und einem mächtige Bullen, deren Leben eine bewegte Geschichte von Rettung und menschlicher Fürsorge erzählt. Dass diese Elefanten nicht ausgewildert werden können, mag bedauerlich sein, doch sind sie teilweise mit der Flasche großgezogen worden und haben deshalb eine für die Auswilderung zu enge Bindung zu den Menschen. Sie wären ein leichtes Opfer für jeden Wilderer. Apropos: Alle 15 Minuten wird ein Afrikanischer Elefant Opfer von Wilderern. Das sind pro Jahr rund 35.000 Elefanten, die ihrer Stoßzähne wegen getötet werden. Der Lohn: Etwa 100 USD pro kg Elfenbein. Und bis es zum meist asiatischen Endverbraucher kommt, verzehnfacht sich der Preis.
Die Dickhäuter begrüßen uns mit einer charmanten Gelassenheit, während wir ihnen mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Spannung, aus Nervenkitzel und dem nötigen Respekt begegnen. Die Prioritäten sind klar, erst werden sie gefüttert, berührt und gestreichelt, dann sind wir an der Reihe. In einem elegant konzipierten Bauwerk, das mit seiner offenen Zeltarchitektur auf einem hölzernen Steg (normalerweise am, aber jetzt) über dem Zambezi thront, genießen wir als Menü eine meisterhafte Symbiose aus regionalen Zutaten, interpretiert auf höchstem Niveau.
Das Elephant Café ist eine Sinfonie aus Natur, Kunst und Menschlichkeit. Eine unverzichtbare Adresse für anspruchsvolle Genießer und naturverbundene Weltenbummler gleichermaßen. Danke an Martina, die es letztes Jahr für uns entdeckt hat.












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