Rückreise mit Hindernis

Alles wieder zurück. Die Strecke über Maun und dann durch den Moremi-Park zurück nach Kasane und zur Grenze nach Sambia ist immer noch nicht passierbar. Wir fahren also wieder über die Osthälfte Botswanas zurück, so wie wir gekommen sind. In drei Etappen:

  • Elephant Sands war im November ein von Elefanten dicht bevölkertes, teilweise umkämpftes Wasserloch – jetzt ist hier ein kleiner See entstanden. Und Elefanten lassen sich dann wenigstens noch in der Nacht blicken.
  • In der Chobe Mopani Forest Lodge war das wichtigste Ereignis Maylas etwa 10 cm Haarlängenverlust. Eine schwere und im selben Moment schon bedauerte Entscheidung. Was sich aber schnell wieder beruhigte.
  • Und in der Chobe Safari Lodge haben wir das karge Lagerfeuer-Abendessen mal für einen langen Moment vergessen und uns alle mit einem köstlichen und vielfältigen Buffet verwöhnen lassen.

So schön Botswana endet, so sehr beginnt Sambia in Missstimmung: Als ich der Zöllnerin mitteile, dass wir Toyo in ihrem schönen Land zurücklassen, nach Deutschland fliegen und bestimmt bald wieder kommen, lächelt die Hexe und verkündet qua Amtes, das sei verboten, so dürfe sie uns nicht einreisen lassen – der Besitzer muss immer bei seinem Auto sein. Das widerspricht allem, was wir in den letzten zehn Jahren gemacht haben, das widerspricht allen Handreichungen des ADAC, das widerspricht dem Zollübereinkommen der Vereinten Nationen. Aber in dem Moment hat die Dame hinter dem Schalter eindeutig den längeren Hebel. Es folgen mehr als zwei Stunden mit diskutieren, warten, flehen, warten, verhandeln, warten. Schließlich versprechen wir, dass wir Toyo nicht im Land lassen, sondern innerhalb von zwei Wochen nach Simbabwe ausreisen werden. Nach längeren Telefonaten mit ihrem Vorgesetzten nickt sie unser Vorhaben ab, nicht ohne entsprechende Notizen in den Computer der Zollbehörde zu tippen und dann sogar noch die Fahrgestellnummer von Toyo gegenprüfen zu lassen. Wir reisen also erstmal ein. Mit einer ungelösten Frage im Gepäck.

Mondaufgang über Elephant Sands
… und schon sind Elefanten da
Aber eigentlich sind die Tage netter
Der Autor bei der Arbeit
Auch mit einer Verbandsschere lassen sich Haare schneiden
Teile der Chobe Safari Lodge sind immer noch „Land unter“
Hauptsache, der Pool ist nicht überflutet vom Flusswasser
Die Mangusten haben Nachwuchs bekommen
Das war die letze Nacht im Dachzelt
… was nicht nur Marlon etwas traurig stimmt
Wenigstens gibt es schöne Fotomotive
Am Zusammenfluss von Chobe (links) und Sambesi (rechts) treffen sich vier Länder: Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe
Zu einer gelebten Corporate Identity gehören nicht nur freundliche Begrüßungen am Straßenrand, sondern auch ebensolche Zollbeamten

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